Wireless MANs nach IEEE 802.16: WiMax
2. März 2012 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Seit Mitte 1999 hat die IEEE 802.16 Arbeitsgruppe für breitbandigen drahtlosen Zugriff damit begonnen, Standards für Wireless Metropolitan Area Networks zu entwickeln. Es wurde von Beginn an Wert auf großen Konsens und internationale Anwendbarkeit gelegt. Das Ziel sind Standards für die Überbrückung der “First Mile”, die den breitbandigen Zugriff auf Zubringernetze durch Funktechnik ökonomischer gestalten als dies mit anderen Lösungen (DSL, FTTH, …) möglich ist. Dies ist eine notwendige Ergänzung zu bestehenden Standards hinsichtlich schneller optischer Metronetze.
Fundamentals (1): Modell eines Übertragungssystems
2. März 2012 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Es gibt verschiedene unterschiedliche Betrachtungs- und Darstellungsweisen für die bei einer Übertragung auftretenden Effekte und Gesetzmäßigkeiten. Sie alle beruhen jedoch auf grundsätzlichen informationstheoretischen und nachrichtentechnischen Grundlagen, die gegen Ende der vierziger Jahre oder sogar früher erarbeitet wurden. In dieser Folge stellen wir ein abstraktes Modell für ein Übertragungssystem vor.
Zentrale Verteilung der OFDM-Kapazität
27. Februar 2012 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
In der letzten Folge wurde die an und für sich unselige Grundkonstruktion herkömmlicher WLANs erläutert. Bei einer privaten Verwendung, wo es ja normalerweise nur wenige Benutzer gibt, stört das nicht weiter. Für professionelle Versorgungsbereiche, wie sie von Providern und im Rahmen von Unternehmensnetzen angeboten werden, sind die WLANs völlig ungeeignet. Die negativen Effekte schlagen umso stärker zu, desto höher die insgesamt benötigte Bandbreite ist. Provider haben hierfür andere Lösungen und auch die Betreiber von Corporate WLANs werden umdenken müssen. Kern neuer Techniken ist immer eine kontrollierte Verteilung der OFDM-Kapazität.
Einführung
27. Februar 2012 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Die Bedeutung der eigentlichen Elemente der Nachrichtenübertragung in digitalen Netzen wird seit Jahrzehnten massiv unterschätzt. Die Standardisierung z.B. für die Gebäudeverkabelung hat Baukastensysteme hervorgebracht, die es erlauben, Systeme aufzubauen, deren eigentliche Arbeitsweise im Verborgenen bleibt. Das Geheimnis dieser Konstruktionen ist aber, dass die zugrunde liegende Technologie nur zu einem geringen Teil ausgenutzt wird. In den letzten Jahren stoßen Betreiber mit der Einführung von 10, 40 und 100 GbE, mit optischen Übertragungswegen und problematischem Verhalten von Wireless-Lösungen aber immer mehr an Grenzen, die sie nicht verstehen. In dieser Serie erfahren Sie alles, was Sie über die Grundlagen der Datenübertragung bei digitalen Netzen eigentlich nie wissen wollten. Ausgehend von Fundamentals werden sämtliche Bereiche der verkabelten und drahtlosen Übertragung in hinreichender Tiefe erschlossen, um wenigstens etwas Licht ins Tal der Ahnungslosen zu bringen.
Das Ende des PCs
24. Februar 2012 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Die aktuell vorliegenden Zahlen für das 4. Quartal 2011 zeigen, dass Dell und HP einen wesentlichen Rückgang im PC-Geschäft hinnehmen mussten. Das sind aber nur zwei Perlen einer viel längeren Kette, auch Acer und andere Hersteller für das untere Preissegment haben schwer zu kämpfen. Wenn so unterschiedliche Hersteller unabhängig von Kapitalausstattung, strategischer Ausrichtung und Innvovationskraft alle ein vergleichbares Problem haben, ist der Grund offensichtlich im Produkt selbst zu sehen: der konventionelle PC hat das Ende seines Technologiezyklus erreicht.
Drahtlose Mikrozellen und WLAN-Denkfehler
17. Februar 2012 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Intel, NEC, Texas Instruments und Wisair haben schon Mitte 2004 Funkverbindungen auf Basis von Universal Wideband mit Geräten verschiedener Hersteller demonstriert. Das hat sich unter verschiedenen Begriffen bis zum heutigen Tage kräftig weiterentwickelt und wer heute noch ein Kabel auf dem Schreibtisch hat, ist selbst schuld. WLANs hingegen unterliegen bis 802.11n einem schweren konzeptionellen Denkfehler, der für ihre Beurteilung im Umfeld der Corporate Networks wesentlich werden kann.
VLANs: Zwischen Notwendigkeit und Alptraum
23. Januar 2012 von Dr. Jürgen Suppan

Auch die größten Puristen kommen an der Nutzung von VLANs zur Konfiguration Lokaler Netzwerke nicht vorbei. Aber VLANs bieten einen erheblichen Gestaltungspielraum und wer diesen nutzt, der wird schnell über das unvermeidbar Notwendige hinaus viele weitere VLANs anlegen. Sie können die Basis für Verkehrssteuerung sein, sie können als Sicherheits-Instrument eingesetzt werden oder als Basis für vereinfachtes Monitoring. So können auch mittelgroße Unternehmen schnell mit Tausenden und manchmal mit Zehntausenden von VLANs enden. Alleine diese Zahl macht auch klar, dass die Nutzung von VLANs auch zu betriebstechnischen Problemen führen kann. Kaum jemand wird in der Lage sein, ab einer bestimmten Anzahl von VLANs den Überblick zu behalten.
Wie wichtig ist Power over Ethernet in Zukunft?
20. Januar 2012 von Dr. Jürgen Suppan
Im Rahmen der Vorbereitung des ComConsult Netzwerk Redesign Forums haben wir die Frage diskutiert, ob wir einen Vortrag zum Thema Power over Ethernet (plus) in das Programm aufnehmen sollen. Eine der Kernfragen war, auf welchen Verbrauch ein neu zu kaufender Switch ausgelegt werden soll. Viele Switches unterstützen inzwischen den IEEE 802.3at-Standard auch mit der maximalen Power von 25,5W. Dabei kann diese Leistung aber in der Regel nicht an allen Ports abgefordert werden. Die Frage war also, wie stark der Switch in Zukunft sein muss, reichen 7,5W im Mittel über alle Ports oder welcher Wert sollte angenommen werden.
Unsere Diskussion konzentrierte sich schnell auf die Frage, welche zusätzlichen Geräte in Zukunft über Ethernet mit Strom versorgt werden sollen. Immerhin wird der PoE-Standard als weltweit einziger durchgehend einheitlicher Stromversorgungs-Standard von den Herstellern beworben (was nicht stimmt, da auch USB und Firewire weltweit identisch sind, aber natürlich nur auf Kurzstrecken eingesetzt werden können). Wir stehen vor einer Explosion mobiler Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer, auch Laptops und Ultrabooks nehmen immer mehr zu. Die Frage war also: müssen wir diese Geräte für eine zukünftige Versorgung bei der Auswahl eines neuen Switches berücksichtigen?
ComConsult Rechenzentrum Infrastruktur-Redesign-Forum 2012
1. Dezember 2011 von ComConsult Akademie
05.11. – 7.11.12 in Köln
Das ComConsult Netzwerk-Redesign Forum 2012 ist die zentrale Veranstaltung des Jahres, auf dem die Problemkreise der Kernbereiche Access, Backbone und RZ eines Corporate Networks nicht nur singulär, sondern vor allem übergreifend von Spezialisten, Beratern und Herstellern diskutiert werden. Neben dem Hauptforum gibt es vertiefende Workshops und eine Ausstellung, die thematisch tief in das Forum eingebunden ist. Flankiert von Reports, Videos und weiteren Sonderpublikationen entsteht ein einzigartiges Informationsspektrum.
ComConsult TK-, UC- und Videokonferenzforum 2012
1. Dezember 2011 von ComConsult Akademie
19.11. – 21.11.12 in Düsseldorf
Dieses hochaktuelle Forum analysiert aktuelle Trends, neue Technologien und Produkt-/Hersteller-Strategien im Bereich TK, UC und Videokonferenztechnik.
IPv6 – Know-how tut not!
20. Oktober 2011 von Dr. Joachim Wetzlar
Moderne Netze funktionieren einfach! Switches, über Glasfasern und Twisted Pairs gekoppelt, mit oder ohne „Layer-3-Instanzen“, haben einen so hohen Grad der Verfügbarkeit erreicht, wie wir uns vor 10 Jahren noch nicht erträumt haben. Redundanzen sind eigentlich rausgeschmissenes Geld (o.k., dieses Thema wäre einen eigenen „Standpunkt“ wert). Sogar vergleichsweise neue Verfahren wie virtuelles Routing oder Network Access Control haben in der Praxis ihren Schrecken verloren. Somit ziehe ich meistens aus, um Fehler in Anwendungen zu finden: Überlastete Server, nicht funktionierende Path MTU Discovery oder auch Inkonsistenzen in der Namen-Auflösung sind typische Probleme in den Netzen meiner Kunden. Routing-Probleme, Spanning Tree Loops und Duplex Mismatch sind dagegen selten geworden. Heute ist Analyse-Know-how auf Layer 4 bis 7 gefragt.
Einführung
19. Oktober 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Es war eigentlich schon bei den Handys abzusehen: Mobilität ist ein Megatrend. Es hat nicht allzu lange gedauert, bis der Trend nach Mobilität auch andere Endgerätetypen erreicht hat. Wireless LANs, einst Spielzeug für Verkabelungsmüde, haben einen grandiosen Einzug in die Welt der privaten und professionellen Datenverarbeitung gehalten. Heute wird kein Notebook mehr ohne WLAN-Schnittstelle ausgeliefert und mit dem iPad wurde eine neue Gerätegeneration geschaffen, die ihre wesentlichen Daten aus einer Cloud bezieht.
CE QoS und Provider Backbone Bridging
22. Juni 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Carrier Ethernet Grundfunktionen und Strukturierungsaspekte
21. Juni 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Während man in kleineren Netzen durchaus RSTP und MSTP benutzen kann, sind Carrier hinsichtlich dieser Verfahren in größeren Netzen skeptisch, weil sie eine zu lange Reaktionszeit für das Wiederaufsetzen nach Fehlern befürchten. Diese Befürchtung teilen wir, weil große Netze signifikant mehr Verbindungen und MAC-Adressen zu verwalten haben und damit die Fähigkeiten von RSTP und MSTP schnell ausreizen können. Carrier, und auch wir, möchten die Quellen von Service-Unterbrechungen soweit wie möglich minimieren. Der Standard PBB-TE stellt einen Ansatz hierfür dar.
Packet Optical Network Platforms
11. Juni 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
WDM in seinen unterschiedlichen Ausprägungen (CWDM, DWDM) ist die einzige Technologie, die das grundsätzliche Problem des rasanten Wachstums des Verkehrsaufkommens lösen kann und die Tatsache, dass der meiste Verkehr eben auf der Basis von Ethernet-Paketen an das Netz herangetragen wird, macht Ethernet zu einem weiteren Lösungsbaustein. Dazu muss Ethernet aber um die schaltkreisbasierenden Vorzüge des SONET erweitert werden, sonst kann SONET nicht abgelöst werden. Das ist Sinn und Zweck neuer Ethernet-Tunnel Protokolle wie PBT (Provider Backbone Transport), PBB-TE (Provider Backbone Bridging Traffic Engineering), MPLS-TP und anderen.
Umbruch bei den Provider-Strukturen: von SONET und ATM zu Packet Optical
9. Juni 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Carrier Ethernet wurde generell vom Metro Ethernet Forum MEF formuliert. MEF hat dadurch weitere IEEE-Standards angeregt, die aber wieder durch Interoperabilitätsprozeduren und Testverfahren ergänzt werden müssen. Auch diese kommen vom MEF. Die eigentlich für Standardisierungen im Bereich Provider-Netze zuständige ITU ist die Quelle für vielfältige standardisierte Lösungen auf dem Bereich der optischen Übertragung. ITU hält sich allerdings zurück, wenn es um die Entwicklung von Carrier Ethernet geht. Betrifft diese Entwicklung bereits durch ITU definierte Technologien und Verfahren, gibt es eine heftige Korrespondenz zwischen den Beteiligten. In diesem Zuge werden bestimmte Fragen und Entwicklungen aber auch an die Gremien IEEE 802.1 und 802.3 zurückverwiesen, weil es sich ja letztlich um Ethernet-Technologie handelt und es auch immer wieder Fragen hinsichtlich der Migration und Rückwärtskompatibilität gibt. So existieren ja bereits z. B. Verfahren zur Priorisierung und QoS-Stufendefinition bei 802.1. Es wäre nun Unsinn, für Carrier Ethernet völlig neue Verfahren in dieser Hinsicht zu entwickeln. Vielmehr ist es sinnvoll, die bestehenden Verfahren zu erweitern, wenn dies notwendig erscheint.
Carrier Ethernet
8. Juni 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Carrier Ethernet ist für Kunden aus dem Umfeld der Corporate Networks ein zunächst ungewohntes Thema, weil es vordergründig um eine Provider-Technologie geht. Das “normale” Ethernet hat eine Reihe von Mängeln, die sich in der Praxis immer wieder schmerzlich bemerkbar machen. Dennoch betreiben Unternehmen erfolgreich große Netze. Es hat sich über die Zeit bewährt, nur relativ kleine Layer-2-Strukturen aufzubauen und diese dann mit Layer-3-Strukturen z. B. unter OSFP zusammenzufassen. Das heißt im Klartext: jedes Mal, wenn Ethernet versagen könnte, klebt OSPF ein “Pflaster” auf die Fehlstelle. Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Bei den Providern muss man grundsätzlich zwischen großen nationalen und internationalen Anbietern und Metro Carriern differenzieren.
Todgesagte leben länger: SONET(4)
27. Mai 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Mit der Betrachtung der möglichen SONET Netzkonfigurationen und der Relation zum SDH-Standard beenden wir mit dieser Folge die Darstellung von SONET. Am Ende steht aber eine Betrachtung darüber, inwieweit nun SONET dazu beitragen kann, die Ziele, die wir mit einem Netz für die RZ-Fernkopplung verbinden, zu erreichen.
Todgesagte leben länger: SONET(3)
27. Mai 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Eine wesentliche Fähigkeit des SONET ist die, wirklich alles Denkbare an unterschiedlichen Verkehrsströmen integrieren z können. Basis dafür sind die Multiplexing-Prinzipien. Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher SONET-Netzelemente, die zu entsprechenden Topologien zusammengesetzt werden können.
Todgesagte leben länger: SONET(2)
27. Mai 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
In der letzten Folge hatten wir mit der Besprechung des fast schon unsterblichen SONET begonnen. Das setzen wir heute mit weiteren Einzelheiten fort.
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