ComConsult Rechenzentrum Infrastruktur-Redesign-Forum 2012
1. Dezember 2011 von ComConsult Akademie
05.11. – 7.11.12 in Köln
Das ComConsult Netzwerk-Redesign Forum 2012 ist die zentrale Veranstaltung des Jahres, auf dem die Problemkreise der Kernbereiche Access, Backbone und RZ eines Corporate Networks nicht nur singulär, sondern vor allem übergreifend von Spezialisten, Beratern und Herstellern diskutiert werden. Neben dem Hauptforum gibt es vertiefende Workshops und eine Ausstellung, die thematisch tief in das Forum eingebunden ist. Flankiert von Reports, Videos und weiteren Sonderpublikationen entsteht ein einzigartiges Informationsspektrum.
IPv6 – Know-how tut not!
20. Oktober 2011 von Dr.-Ing. Joachim Wetzlar
Moderne Netze funktionieren einfach! Switches, über Glasfasern und Twisted Pairs gekoppelt, mit oder ohne „Layer-3-Instanzen“, haben einen so hohen Grad der Verfügbarkeit erreicht, wie wir uns vor 10 Jahren noch nicht erträumt haben. Redundanzen sind eigentlich rausgeschmissenes Geld (o.k., dieses Thema wäre einen eigenen „Standpunkt“ wert). Sogar vergleichsweise neue Verfahren wie virtuelles Routing oder Network Access Control haben in der Praxis ihren Schrecken verloren. Somit ziehe ich meistens aus, um Fehler in Anwendungen zu finden: Überlastete Server, nicht funktionierende Path MTU Discovery oder auch Inkonsistenzen in der Namen-Auflösung sind typische Probleme in den Netzen meiner Kunden. Routing-Probleme, Spanning Tree Loops und Duplex Mismatch sind dagegen selten geworden. Heute ist Analyse-Know-how auf Layer 4 bis 7 gefragt.
VXLAN (Virtual eXtensible LAN) – VMwares neuster Draft
14. September 2011 von Cornelius Höchel-Winter

Auf der VMworld in Las Vegas hat Steve Herrod, Chief Technology Officer von VMware ein neues Infrastrukturprotokoll für virtualisierte Rechenzentren angekündigt: VXLAN steht für „Virtual eXtensible LAN“ und ist ein weiterer Ansatz, um die insbesondere von vMotion benötigten großen Layer-2-Netze zur Verfügung zu stellen.
Die Problematik ist hinlänglich bekannt:
Wird ein virtueller Server via vMotion verschoben, ändert sich zwar der Standort des Servers, aber eben nicht dessen IP-Adresse (zumindest nicht ohne weiteres und sicher nicht, wenn offene Verbindungen bestehen bleiben sollen). Um am neuen Standort weiterhin IP-Konnektivität zu gewährleisten, muss dort dasselbe Layer-2-Netz verfügbar sein wie zuvor am ehemaligen Standort. Um aber die volle Effektivität eines virtualisierten Rechenzentrums zu ermöglichen, ist es wünschenswert, dass vMotion auch über Rack- und letztlich sogar über RZ-Grenzen hinweg funktioniert. Dort befindet man sich aber bei vielen Betreibern in einem anderen Subnetz.
Neue Speicherlösungen verändern den Markt
8. Juli 2011 von Dr. Jürgen Suppan

Server- und Speicherkonsolidierung führen zu einem Bedarf nach einer neuen Kategorie von Speicher. War früher der Markt zweigeteilt in den Server-Speicher auf der einen Seite (DAS) und das SAN auf der anderen Seite, so ist diese Struktur nicht weiter aufrecht zu erhalten. Direct Attached Storage wird im Rahmen der Konsolidierung durch zentralen Speicher abgelöst, doch das traditionelles SAN kann die Rolle des neuen zentralen Speichers nicht übernehmen. Es ist zu teuer und zu komplex. Auch ist es traditionell auf große Datenbank-Applikationen ausgelegt. Die neue Welt ist eine wilde Mischung aus E-Mail- und Web-Servern kombiniert mit kleineren Datenbank-Anwendungen und angereichert um “normalen” Dateispeicher. Gerade die Unvorhersehbarkeit des Lastprofils virtueller Server in Kombination mit der flexiblen Ortswahl und dem Wandern virtueller Maschinen generiert eine neue Klasse von Anforderungen.
Umbruch bei den Provider-Strukturen: von SONET und ATM zu Packet Optical
9. Juni 2011 von Dr. Franz-Joachim Kauffels
Carrier Ethernet wurde generell vom Metro Ethernet Forum MEF formuliert. MEF hat dadurch weitere IEEE-Standards angeregt, die aber wieder durch Interoperabilitätsprozeduren und Testverfahren ergänzt werden müssen. Auch diese kommen vom MEF. Die eigentlich für Standardisierungen im Bereich Provider-Netze zuständige ITU ist die Quelle für vielfältige standardisierte Lösungen auf dem Bereich der optischen Übertragung. ITU hält sich allerdings zurück, wenn es um die Entwicklung von Carrier Ethernet geht. Betrifft diese Entwicklung bereits durch ITU definierte Technologien und Verfahren, gibt es eine heftige Korrespondenz zwischen den Beteiligten. In diesem Zuge werden bestimmte Fragen und Entwicklungen aber auch an die Gremien IEEE 802.1 und 802.3 zurückverwiesen, weil es sich ja letztlich um Ethernet-Technologie handelt und es auch immer wieder Fragen hinsichtlich der Migration und Rückwärtskompatibilität gibt. So existieren ja bereits z. B. Verfahren zur Priorisierung und QoS-Stufendefinition bei 802.1. Es wäre nun Unsinn, für Carrier Ethernet völlig neue Verfahren in dieser Hinsicht zu entwickeln. Vielmehr ist es sinnvoll, die bestehenden Verfahren zu erweitern, wenn dies notwendig erscheint.
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