Cisco versus Microsoft: wer hat die bessere UC-Lösung?

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Ist ein neues Verständnis von UC gefordert?
Der Markt verändert sich: wer hat die bessere Ausgangssituation?
Wer hat langfristig die tragfähigere Lösung?

Über viele Jahre verstanden die Hersteller unter Unified Communications im Wesentlichen das Versammeln vieler verschiedener Funktionsbereiche unter einem Produktnamen. Die Integration der Produkte sowohl auf der Serverseite als auch im Client lies und lässt dabei häufig mehr als zu wünschen übrig. So ist es nicht verwunderlich, dass der Nutzungsgrad der verschiedenen Funktionsbereiche in den Projekten häufig unbefriedigend ist. Man kann auch sagen, dass UC seinem Anspruch auf eine „unified“-Lösung vielfach nicht gerecht wird.

Parallel hat sich unser Verständnis von akzeptablen Benutzerschnittstellen in den letzten Jahren radikal gewandelt. Speziell Apples Einstieg in den Mobilfunkmarkt mit einem völlig neuen Ansatz frei von Altlasten hat die Tür zu einer neuen Art von mobiler Gerätetechnik und in Folge zu einer neuen Art von Kommunikation geöffnet. Mit der Entwicklung von iOS, Android und Smartphones und Tablets über die letzten Jahre haben wir zwei wesentliche neue Faktoren, die den UC-Markt der Zukunft bestimmen werden:

  • Ein sehr erfolgreicher Benutzer-zentrischer Bedienansatz, der auch unerfahrenen Benutzern den einfachen Zugang zu bisher komplexen Kommunikations-Anwendungen gibt
  • Die zunehmende Bedeutung von mobilen Endgeräten für UC-Lösungen mit zukünftig hohen Teilnehmerzahlen in genau dieser Geräteklasse

Damit wird deutlich, dass wir ein radikal neues Verständnis von UC-Lösungen brauchen, wenn wir wirklich einen Projekterfolg und somit eine sinnvolle und begründbare Investition wollen:

  • Jede UC-Lösung sollte Benutzer-zentrisch sein, einfacher Zugang zu allen Funktionsbereichen aus einem Client heraus
  • Mobile Endgeräte müssen ohne Funktionseinbußen integriert sein
  • Der Client und seine Nutzung müssen über alle Geräte hinweg einheitlich sein

Die meisten UC-Anbieter scheitern schon an dem Problem, dass sie gar nicht Besitzer aller eingesetzten Technologien sind und wichtige Funktionsbereiche wie Web-Kollaboration und Video nur als OEM angeboten werden. Eine wirkliche Integration auf der Server- und auch auf der Client-Seite ist damit sehr schwierig.

In dieser Situation greift Microsoft an. Mit dem Vorteil eines neuen Produkts, das keine Altlasten berücksichtigen muss. Lync-Server ist realistisch gesehen das zweite große Release von Microsoft, in den letzten Monaten wurden die Clients deutlich verbessert. Ende des Jahres kommt das nächste große Release und jeder der Microsoft die letzten 25 Jahre beobachtet hat, weiß dass es jetzt ernst wird. Historisch gesehen war der Übergang zwischen dem zweiten und dritten Release der Marktdurchbruch für viele Microsoft-Produkte. Lync-Server ist kein traditionelles TK-Produkt, es kommt mit einem neuen Verständnis von Kommunikation. Vielleicht kam es damit zu früh, aber jetzt im Zeitalter von iOS und Android kann es das richtige Produkt zur richtigen Zeit sein. Wie immer bei Microsoft ist Vorsicht geboten was die Offenheit und die Feinheiten im Detail angeht. Als Beispiel sei hier Microsofts Cloud Lösung Office 365 angeführt, die zum Beispiel eben nicht offen ist, da sie nur mit dem Internet Explorer voll einsetzbar ist (sagen wir mal bis heute ist das so).

Cisco ist ohne Frage das Unternehmen, das von Microsoft angegriffen wird. Cisco ist nicht nur einer der wichtigsten Anbieter auf dem Weltmarkt. Von den traditionellen TK-Anbietern ist nur Cisco im Besitz aller UC-Funktionsbereiche. Nur Cisco hat die theoretische Chance einer wirklichen Integration. Und: Cisco hat in den letzten 12 Jahren im gleichen Umfang den TK-Markt aufgerollt und verändert wie Microsoft nun vorgibt es jetzt auch machen zu wollen.

Ein Vergleich beider Anbieter ist ohne Frage komplex und sehr aufwendig. Wir müssen dabei zwei Sichtweisen abdecken. Die erste Sichtweise befasst sich mit den Fragen:

  • Wie gut sind die Produkte heute?
  • Wo liegen die Tücken im Detail?
  • Wo halten beide Hersteller ihre Versprechungen und wo nicht?
  • Wie sinnvoll sind diese Produkte für einen typischen Kunden.

Die zweite Sichtweise greift weiter:

  • Wo stehen die Produkte angesichts eines sich schnell ändernden Marktes?
  • Wer hat auf Dauer die bessere Benutzer-zentrische Sichtweise und setzt diese auch wirklich in seinen Produkten um?

Hier setzt eine umfassende Studie von ComConsult Research an, die von der bekannten UC-Experten Frau Petra Borowka-Gatzweiler von der UBN durchgeführt wurde. Beide Produkte werden umfangreich miteinander verglichen. Eine derartige Gegenüberstellung der UC-Lösung dieser beiden Hersteller ist im Markt einmalig.

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2 Kommentare zu "Cisco versus Microsoft: wer hat die bessere UC-Lösung?":

  1. iavarone consulting schreibt:

    Ohne die umfassende Vergleichsstudie von Frau Petra Borowka-Gatzweiler gesehen zu haben, denke ich, dass Microsoft einen entscheidenden Vorteil gegenüber CISCO hat. CISCO war die letzten 2 Jahre damit beschäftigt die tollen Tandberg Produkte in ihre Produktlinie zu integrieren, und haben damit gewissermassen auch das Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Microsoft ist durch ihre Officelösung wesentlich näher am Kunden und erschlägt mit der SharePoint /Lync Integration gewissermaßen 2 Fliegen mit einer Klappe. Jabber ist im Gegensatz zu Lync nicht in der Office-Umgebung zu integrieren. Hier rächt sich die Tatsache dass CISCO mehr daran interessiert ist teure Infrastruktur an Kunden zu verkaufen als den wirtschaftlichen Nutzen und Nutzbarkeit der Produkte , also die ROI zu betrachten. Wenn Microsoft es schafft, als erstes mit der H.265 Kompression der Videolösung und einer zu anderen Herstellern kompatiblen Cloud Integration auf den Markt zu kommen, und die bestehenden Allianzen zu Polycom und VIDYO weiter ausbaut, dann wird CISCO das Rennen eindeutig verlieren.

  2. iavarone consulting schreibt:

    Ohne die umfassende Vergleichsstudie von Frau Petra Borowka-Gatzweiler gesehen zu haben, denke ich, dass Microsoft einen entscheidenden Vorteil gegenüber CISCO hat. CISCO war die letzten 2 Jahre damit beschäftigt die tollen Tandberg Produkte in ihre Produktlinie zu integrieren, und haben damit gewissermassen auch das Kind mit dem Bad ausgeschüttet. Microsoft ist durch ihre Officelösung wesentlich näher am Kunden und erschlägt mit der SharePoint /Lync Integration gewissermaßen 2 Fliegen mit einer Klappe. Jabber ist im Gegensatz zu Lync nicht in der Office-Umgebung zu integrieren. Hier rächt sich die Tatsache dass CISCO mehr daran interessiert ist teure Infrastruktur an Kunden zu verkaufen als den wirtschaftlichen Nutzen und Nutzbarkeit der Produkte , also die ROI zu betrachten. Wenn Microsoft es schafft, als erstes mit der H.265 Kompression der Videolösung und einer zu anderen Herstellern kompatiblen Cloud Integration auf den Markt zu kommen, und die bestehenden Allianzen zu Polycom und VIDYO weiter ausbaut, dann wird CISCO das Rennen eindeutig verlieren. Die anderen big Player wie Polycom ,Google, Radvision, Lifesice, und VIDYO bitte nicht vergessen

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