Das Ende des PCs

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Die aktuell vorliegenden Zahlen für das 4. Quartal 2011 zeigen, dass Dell und HP einen wesentlichen Rückgang im PC-Geschäft hinnehmen mussten. Das sind aber nur zwei Perlen einer viel längeren Kette, auch Acer und andere Hersteller für das untere Preissegment haben schwer zu kämpfen. Wenn so unterschiedliche Hersteller unabhängig von Kapitalausstattung, strategischer Ausrichtung und Innvovationskraft alle ein vergleichbares Problem haben, ist der Grund offensichtlich im Produkt selbst zu sehen: der konventionelle PC hat das Ende seines Technologiezyklus erreicht.

Markus Koch, der langjährige US-Börsenprofi von n-tv, formulierte es anlässlich der Quartalszahlen so: „HP laufen die (Privat)-Kunden“ davon. Und wie bei der Sitzung der 08/15-Bank zum gleichen Problem in der urigen Reklame der Sparkasse, scheint „Kuchen“ die passende Lösung zu sein. Tatsächlich sind es die Privatkunden, die massenhaft ausbleiben. Und darunter muss HP noch am wenigsten leiden, Dell und Acer sind schlimmer dran. Als weiterer Grund für Probleme werden Lieferengpässe bei Festplatten wegen der japanischen Tsunami-Katastrophe genannt, das ist aber eher vorgeschoben.

Am Preis kann es nicht liegen. Alle Hersteller in diesem Segment bieten Geräte, die den NASA-Computer für die Mondlandungen locker übertreffen, zum Preis von circa 5 Tankfüllungen an.

Es ist vielmehr so, dass die Privatkunden nicht mehr so recht wissen, wozu sie denn noch einen neuen Windows-PC brauchen könnten. In der Tat gibt es eine Schere zwischen Dingen, die ein PC gut kann, die aber auch gut von anderen, eleganteren Geräten wie Smartphones oder Tablets bewältigt werden können und anderen Aufgaben, für die ein herkömmlicher PC einfach eine sehr unglückliche Wahl ist. Und diese Schere geht immer weiter auseinander.

Hierzu ein paar Beispiele:

Home Entertainment: Der PC ist einfach unpraktisch, auch in seiner Erscheinungsform Notebook. Ein Pad kann nicht nur zur Not als Fernbedienung funktionieren, sondern auch Daten aus der Cloud holen und als Abspielgerät dienen. Und wenn man Lust hat, kann man etwas anderes damit machen.

Spiele: Bei der Einführung der neuen SONY-Konsole gab es lange Schlangen. Aber auch Nintendo und Microsoft haben verlockende Angebote. Circa 80% des Spielemarktes konzentriert sich auf Konsolen. Spiele für PCs und Smartphones sind weit abgeschlagen.

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