Führungskräfte in der IT sind anders

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Kaum ein Faktor ist in Unternehmen und Organisationen so erfolgsrelevant wie gute Führung. Was aber zeichnen gute Führung und eine gute Führungskraft aus?

Die populärsten Antworten – immer in Nicht-IT-Kulturen erdacht – scheren alle Fachbereiche über einen Kamm. Für eine gute (also effektive und effiziente) Führung ist es aber gerade nicht egal, ob das Team aus Vertrieb, Personalabteilung oder IT/Telekommunikation kommt. Eine für Personal oder Vertrieb gute Führungskraft ist nicht automatisch geeignet, auch ein Team aus IT/Telekommunikation zu motivieren und leistungssteigernd zu führen.

Sicher kennen auch Sie eine typische erfolgreiche Führungskraft aus dem Vertrieb: mit großer Begeisterung für seine Produkte und dem Dauerspruch „Umsatz-Umsatz-Umsatz“. Passt ein solcher Typus Führungskraft voll und ganz in die Welt der IT/Telekommunikation? Wohl kaum. Gleiches gilt für den psychologisch analysierenden „Coach“ oder den Wohlfühl-Moderator, der eigentlich nicht Chef sondern lieber der Lila-Laune-Bär sein will.

Viele propagierte Standards guter Führung sind nicht mehr als politisch korrekte Worthülsen aus grauer Theorie – sie bleiben letztlich blutleer und offenkundig nicht zielführend: für den Pragmatiker, der mit seinem Team die IT-Landschaft umpflügen soll, also eher ungeeignet.

Einer guten Führungskraft gelingt es, die Mitarbeiter zu ihrer optimalen Performance – der Spitzenleistung, die ihnen möglich ist – zu leiten. Der typische Mitarbeiter aus IT/Telekommunikation ist weniger der emotionale und vielmehr der sachlich-technokratische Typus. Diese Mitarbeiter wollen etwas bewegen: klar strukturiert, mit neuer Technik umgehen, sich in Projekten verwirklichen und dabei immer den Finger auf dem Knopf, der Tastatur oder dem Smartphone haben. Eine Besonderheit bilden Software-Entwickler, die darüber hinaus noch große Freiräume für ihre Kreativität schätzen. Dem entspricht in IT/Telekommunikation auch der Stil guter Führung: sachlich-technokratisch, klar strukturiert, neue Technik im Fokus, projektorientiert und mehr oder weniger kreativitätsfördernd.

Führen im Bereich IT/Telekommunikation berücksichtigt den zunehmenden Einsatz technischer Medien und Plattformen zur Verteilung der Aufgaben und zum Austausch von Informationen. Hier gilt es, auch mit Blick auf Organisation und Kommunikation, den optimalen Nutzen für alle Mitarbeiter zu erzielen. Das Dogma „Nur Face-to-Face-Kommunikation zählt“ als Voraussetzung für vorbildliche Führung ist heute überholt. Es mag sein, dass es in anderen Bereichen noch gilt, aber in exzellent gemanagten IT-Abteilungen werden immer bessere technische Plattformen, welche die abteilungsinterne Kommunikation im Wesentlichen abbilden, zum Muss. Und die Generation Facebook kommuniziert mit absoluter Selbstverständlichkeit sowieso virtuell.

Neben den Unterschieden guter Führung, die sich aus unterschiedlichen Aufgabengebieten ableiten, gibt es natürlich allgemeingültige Regeln und Grundsätze guter Mitarbeiterführung: von A (wie Arbeitspakete vereinbaren) bis Z (wie Zielvereinbarungsgespräche führen). Die Toolbox der Führungsinstrumente sollte auch bei einer Führungskraft aus IT/Telekommunikation gut gefüllt sein: vom klugen Budgetieren bis zum Auswerten von Reports helfen viele Werkzeuge beim Meistern der Herausforderungen.

Der bewährte situative Führungsstil ist auch in IT/Telekommunikation ein Garant für zufriedene Mitarbeiter. Situativ führen heißt, als Führungskraft unterschiedliche Mitarbeiter unterschiedlich leiten. Habe ich vor mir den alten Hasen, der weiß, was er tut, oder den Neuzugang? Brennt der Mitarbeiter für sein Projekt oder gleicht seine Motivation mehr einem Rucksack aus Bleiplatten?
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