Gibt es eine tragfähige IT-Strategie unter Vermeidung der Cloud?

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Unsere eher kritische Grundhaltung zur Infrastructure as a Service IaaS-Cloud ist bekannt und kann zum Beispiel dem Geleit des letzten Netzwerk Insiders entnommen werden. Trotzdem kann man nicht ignorieren, dass auch große und sehr Sicherheits-bewusste Unternehmen einen Teil ihrer IT in der Cloud betreiben. Zur Vorbereitung der ComConsult Technologie-Tage 2016 im November arbeiten wir an einer Analyse der Cloud-Situation …

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4 Kommentare zu "Gibt es eine tragfähige IT-Strategie unter Vermeidung der Cloud?":

  1. Paul G. Huppertz schreibt:

    Es ist äußerst erstaunlich bis höchst bedenklich, dass das fabulöse & nebulöse Hypeonym „Cloud“ einen solchen Wirbel entfachen kann, während eine fundierte & stringente „Cloudologie“ fehlt, seit dem das ‚Cloud‘ aus dem etablierten Fachgebiet der Nephologie übertragen wurde in den Einsatzbereich von Software-Produkten & software-basierenden elektronischen Systemen, die gemeinhin bezeichnet werden als IT-Systeme.
    s. Wikipedia-Eintrag ‚Nephologie‘
    https://de.wikipedia.org/wiki/Nephologie

    „I have to say that the only way that I can understand the computer industry: the computer industry is the only industry that is more fashion-driven than women’s fashion.“ …

    … formulierte Oracle-CEO Larry Ellison im September 2008 während eines Interviews zu dem damals aufkommenden Schlagwort „Cloud Computing“.
    h. Audio-Aufzeichnung des Interviews mit Larry Ellison
    https://www.youtube.com/watch?v=0FacYAI6DY0

  2. Paul G. Huppertz schreibt:

    Das Schlagwort „Infrastructure-as-a-Service“ basiert auf den Service-Definitionen gängiger Frameworks & Standards wie ITIL, CObIT & ISO 20000, in denen service-relevante Elemente als Services deklariert werden, obwohl beide jeweils grundverschieden voneinander sind. Währenddessen
    – wird die Essenz von Services überhaupt nicht erfasst
    – werden die unausweichlichen & unabänderlichen Service-Charakteristika völlig ignoriert.
    s. Arbeitspapier ‚Service-Definitionen – Zusammenstellung und Vergleich‘
    http://www.slideshare.net/PaulGHz/arbeitspapier-service-definition-varianten-und-vergleich-v010100

    Alle Prozesse & Praktiken, Vorgehensweisen & Produkte, die auf diesen irrigen & irreführenden Service-Definitionen beruhen, betreffen & behandeln allenfalls service-relevante Elemente & deren Management. Dem steht entgegen:

    – Service-relevante Elemente sind grundverschieden von Services.

    – Das Management service-relevanter Elemente ist grundverschieden vom Management der Service-Erbringung für explizit abgerufene, jeweils einzelne & einmalige Services, die von Grund auf neu bewerkstelligt werden durch Einsatz & Verwendung service-relevanter Elemente.

    Unter diesen Voraussetzungen entstand all der „Cloud Fallout“ der Art
    – „Anything-as-a-Service (AaaS)“
    – „Everything-as-a-Service (EaaS)“
    – „Nothing-as-a-Service (NaaS)“
    – „Something-as-a-Service (SaaS)“
    – „Thing-as-a-Service (TaaS)“,
    obwohl kein „Thing / Ding“ dieser Welt, treffender geschrieben: kein Sachgut- oder Systemexemplar dieser Welt zu einem Service mutieren kann, da jeglicher Service per se intangibel & immateriell, substanzlos & flüchtig ist. Würde ein Sachgut- oder Systemexemplar doch einmal zu einem Service mutieren, würde es im gleichen Moment für immer verschwinden, denn es würde die unausweichlichen Service-Charakteristika übernehmen.

    Gemäß der universell & durchgängig wirksamen ITILianischen Grundgleichung „service = IT system(s)“ – „Dienst = IT-System(e)“ ist
    – „Infrastructure-as-a-Service“ de facto „Infrastructure-as-an-IT System“
    – „Platform-as-a-Service“ de facto „Platform-as-an-IT System“
    – „Software-as-a-Service“ de facto „Software-as-an-IT System“.
    s. Video-Vortrag ‚ITIL im Irrtum: Neues Verständnis von Service gefordert‘
    http://www.comconsult-study.tv/de/ITIL-im-Irrtum-neues-Verstaendnis-von-Service-gefordert::1383:9.html
    s. Präsentationsunterlagen zu diesem Video-Vortrag
    http://www.slideshare.net/PaulGHz/videovortrag-itil-im-irrtum-bei-comconsultstudytv-v030100

  3. Paul G. Huppertz schreibt:

    Man kann auch nicht ignorieren, dass große und sehr sicherheitsbewusste Unternehmen ihre „Company Owned Clouds (COC)“ bereits betreiben seit der Einführung von Mainframe-Systemen, die trefflich & treffende bezeichnet werden können als
    – „Terminal Clouds“
    – „CICS Clouds“
    – „Business Transaction Clouds (BTC)“.
    Das wird völlig verschleiert durch das fabulöse & nebulöse Hypeonym „Cloud“ & haushoch zugeschüttet durch den vielfältigen „Cloud Fallout“ nach dem so genannten „As-a-Service-Modell“.

  4. Paul G. Huppertz schreibt:

    Zu den angeführten Fragen gibt es relativ einfache Antworten:

    – Was ist die Motivation von Unternehmen, die Cloud zu nutzen?
    Zu Anfang konnten sie nicht ahnen, dass ihre vernetzten IT-Systeme einmal mit dem luftigen & marketösen Hypeonym „Cloud“ bezeichnet werden würden, ohne dass sich irgendetwas geändert hat. Jetzt lassen sie sich die Vorstellung einflößen, eine „Cloud“ wäre etwas gänzlich Neues.

    – Welche Art von Anwendungen werden in der Cloud betrieben?
    Da alle so genannten IT-Systeme software-basierende elektronische Systeme sind, werden in „Clouds“ alle erdenklichen Software-Produkte in adäquaten Laufzeitumgebungen betrieben, ohne dass die Bezeichnung „Cloud“ daran irgendetwas ändert.

    – Wie kann man die Sicherheitssituation in der Cloud einschätzen?
    Sie ist genauso gut & genauso schlecht wie bei jeder anderen beliebigen Zusammenfassung von vernetzten IT-Systemen.

    – Was kann man von Unternehmen, die diesen Schritt gemacht haben, lernen?
    Dass es äußerst ergiebig und förderlich ist, verschiedene Kombinationen & Konstellation von vernetzten IT-Systemen einzusetzen, die wechselweise fungieren als

    – Digitalisierungsautomaten,
    mit deren Hilfe deren Nutzer Informationsrepräsentationen verschiedener Typen digitalisieren bzw. erzeugte Digitate (= digitalisierte Informationsrepräsentationen) in Form von Dateien oder Datensätzen manipulieren, die von weiteren Digitalisierungsautomaten ge-speichert & übermittelt, verarbeitet & verwaltet werden
    s. XING-Forum ‚“Die IT“ – Software-Sachgüter & Digitate‘
    https://www.xing.com/communities/posts/die-it-sep-start-software-sachgueter-sep-end-und-sep-start-digitate-sep-end-1011098458
    s. Posting ‚“Die IT“ – Software-Sachgüter & Digitate‘ auf LinkedIn/Pulse
    https://www.linkedin.com/pulse/die-software-sachg%C3%BCter-digitate-paul-g-huppertz-%D0%BF%D0%BE%D0%BB-%D0%B3-%D1%85%D1%83%D0%BF%D0%BF%D0%B5%D1%80%D1%82%D1%86?trk=mp-author-card

    – Service-Erbringungsautomaten (= Servuktionsautomaten),
    die im echtzeitigen & eng verzahnten Zusammenwirken mit ihresgleichen explizit abgerufene, jeweils einzelne & einmalige ICTility Services verschiedener Typen verzugslos bewerkstelligen jeweils exklusiv für den abrufenden ICTility Service-Konsumenten & verläss-lich erbringen jeweils explizit an diesen abrufenden ICTility Service-Konsumenten (= Mitarbeiter in Business Unit eines Unternehmens oder Privatperson)
    s. Präsentationsunterlagen zu dem Vortrag
    — Obertitel ‚Servicialisierung‘
    — Untertitel ‚Serviceerbringung unter Industrialisierungsbedingungen‘
    — am 08.12.2010
    — beim itSMF-Jahreskongress 2010
    http://de.slideshare.net/PaulGHz/it-smf-kongress-2010-vortrag-servicialisierung-v030000

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