Google präsentiert Enterprise Videolösung

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Und sie tuen es schon wieder. Google versucht mit seinen Cloud Lösungen immer neue Geschäftsbereiche zu erschließen. Nun ist also die Videokonferenzlösung am Zug. Seit vergangenem Freitag ist bekannt, dass Asus, Dell und HP, in Zusammenarbeit mit Google, eine Videokonferenzlösung für den Enterprise Markt anbieten werden.

Die technischen Rahmenparameter sind schnell erläutert: Das System besteht aus einem microATX PC System, basierend auf einem Intel i7 Prozessor der neusten Haswell Generation sowie ChromeOS als Betriebssystem. Weitere Bausteine sind eine Fernbedienung mit integrierter QWERTY Tastatur, eine Logitech HD-Kamera und eine Lautsprecher/Mikrofon-Einheit mit integriertem DSP.
Die sogenannte „Chromebox for Meetings“ ist in der Lage bis zu 15 HD-Videostreams zu verwalten.

Der Preis liegt bei 999$ und ist im ersten Jahr ohne weitere Kosten nutzbar. Ab dem zweiten Jahr werden 250$ fällig.
Allerdings sollte erwähnt werden, dass die mitgelieferte Kamera sich nicht gut für Raumkonferenzlösungen eignet, da sie nur für den Nahbereich konzipiert wurde.

Die eigentliche Anwendung im Hintergrund ist „Google Hangouts“. Hierüber erfolgt der Verbindungsaufbau und in Kombination mit Google Calender/Mail die Planung der Konferenzen. Über Google Apps soll es zusätzlich möglich sein Präsentationen in die Konferenz einzubinden.

Außerdem soll die Lösung kompatibel zu Konferenzsystemen wie Vidyo oder UberConference sein.

Die Bedienung ist dahingehend optimiert, dass sowohl adhoc als auch geplante Konferenzen einfach und für Jeden schnell verständlich initiiert werden können.

Die Markteinführung soll in den kommenden Monaten erfolgen. Wann das System auch in Deutschland verfügbar sein wird, steht allerdings noch nicht fest.

Die Lösung ist ein Angriff auf alle bestehenden Video Systeme am Markt und richtet sich in Verbindung mit Google Apps (Calender, Docs, GMail, usw.) speziell gegen Microsoft Office 365.

Wie und in welcher Qualität das System seinen Dienst verrichtet, kann aktuell nicht überprüft werden. Bekannt ist nur, dass Google sein System schon eine Weile intern als Videolösung betreibt.

In den vergangenen Monaten konnten zudem einige Beta-Partner wie Lytro, Gilt, SoftBank und Yelp das System ebenfalls testen.
Die Stoßrichtung ist jedoch klar: Enterprise Kunden sollen zunehmend in die Google Cloud integriert werden. Ob das bei der Datensammelwut von Google von den Marktteilnehmern auch so gewollt ist, muss jedes Unternehmen für sich entscheiden.

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