Leistungsmerkmale des Cloud-Dienstes: der Paradigmenwechsel

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Web-Services sind im Prinzip nicht neu. Der Unterschied zwischen einem „normalen“ Web-Service und einem Cloud-Dienst entsteht durch die Leistungsmerkmale des Cloud-Dienstes.

Ein Cloud-Dienst ist untrennbar mit einer Reihe von Merkmalen verbunden, die den Dienst eigentlich erst interessant machen. Diese Darstellung orientiert sich an der von der vom U.S. National Institute of Standards and Technology NIST entwickelten Terminologie:

  • Abruf nach Bedarf durch den Anwender (on-demand self-service, self provisioning): Der Anwender ruft Leistungen nach seinem Bedarf über eine dafür bereitgestellte Bedienschnittstelle (Cloud-Shop) oder über ein API/Web-Service ab. Der Cloud-Provider bietet quasi einen festen Service-Katalog mit genau definierten Service-Merkmalen. Der Kunde wählt die ihn für interessanten Services aus.
  • Kapazitäten können auf Mausklick oder auch automatisch (in der Regel im Sinne von programmgesteuert oder regelbasierend) erweitert oder verringert werden (Rapid Elasticity). Das kann erhebliche Dimensionen annehmen, ausgehend von einem wenig belasteten Server kann in Sekunden oder Minuten zu einer Plattform für Zehntausende von Benutzern aufgerüstet werden (eine geeignete Software-Architektur wird dabei unterstellt).
  • Standort-ungebundene Verfügbarkeit im Internet (Broad Network Access): Dienste sind verfügbar im Netzwerk und können über Standard-Mechanismen abgerufen werden. Solche Mechanismen sind Browser, Programmierschnittstellen (APIs) oder Web-Services.
  • Abstraktion (Ressource Pooling): die Rechen- und Speicher-Kapazitäten des Anbieters werden dem Kunden als abstrakter Pool bereitgestellt. Der Kunde weiß weder wo die Leistungen erbracht werden noch welche Technologie dem zu Grund liegt. Im besten Fall wird der Anbieter weitergehende SLA-Merkmale mit seinem Angebot kombinieren. Häufig muss das sorgfältig hinterfragt werden und geht direkt aus der Dienst-Abruf-Schnittstelle nicht hervor.
  • Bezahlung nach Verbrauch (Measured Service): Es fällt keine Grundgebühr an, keine Basisinstallation ist erforderlich, kein Kapital wird gebunden. Man bezahlt nur für die Leistungseinheiten, die man tatsächlich benutzt. In der Praxis ist dies abhängig von der Art des genutzten Dienstes. Zum Teil werden monatliche Bereitstellungs- oder Grundgebühren verlangt.

Tatsächlich sind es diese Merkmale, die Cloud-Dienste für viele Unternehmen interessant machen. Speziell Unternehmen, die für ihre Dienste ein schnelles Wachstum erwarten, eine externe Zielgruppe ansprechen und dabei aber erhebliche Vorinvestitionen in momentan nicht genutzte Kapazitäten vermeiden wollen, werden die Cloud als interessant ansehen.

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