Microsoft und die Mobile Zukunft

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Mit dem Wechsel von Steve Ballmer zu Satya Nadella an der Spitze von Microsoft, kommt auch wieder die Hoffnung zurück, dass der Softwareriese aus Redmond eine Zukunft als Global Player haben wird.

Nicht dass wir uns falsch verstehen. Im Bereich Enterprise Business Software spielt das Unternehmen weiterhin in der obersten Liga. Egal ob wir über Exchange, Windows Server oder Lync sprechen, alle diese Produkte werden von fast allen führenden Unternehmen weltweit eingesetzt. Ein ähnliches Bild ergibt sich im Desktopbereich. Über 90% der weltweit eingesetzten PC Betriebssysteme basieren auf Microsoft Produkten.

Aber im dominierenden Markt für Mobile Kommunikation und Consumer Elektronik drohte Microsoft den Anschluss zu verlieren. Dieser Markt aber ist die Zukunft, der das globale Wachstum im IT Bereich bestimmen wird, denn die im Enterprise Umfeld zu erzielenden Umsätze sind im Vergleich hierzu verschwindend gering.

Und auch die Übernahme von Nokia schien hier keine Besserung zu erzielen. Allein die Ankündigung, dass man bei Smartphones der unteren bis mittleren Preiskategorie auf Android ausweichen würde, war schon ein Eingeständnis, dass man nicht wirklich glaubte mit Windows Phone breitere Märkte zu erschließen.

So hart wie es klingt, aber die Jahre mit Steve Ballmer an der Spitze des Unternehmens waren verlorene Jahre und nun muss schnell umgesteuert werden.

Aber mit Satya Nadella kommt jetzt die Hoffnung zurück.

Zum einen ist da die kluge Entscheidung, für Mobile Endgeräte unter 9“ Displaydiagonale keine Lizenzgebühren zu erheben. Ausgehend von einem Smartphone der unteren Preiskategorie bedeutet dies eine Einsparung von bis zu 25% der Produktionskosten.

Dieses Vorgehen wird gerade in Schwellenländern wie Indien oder in Lateinamerika erheblich zur Steigerung der Marktanteile von Microsoft Phone beitragen.

Aber dieser Zuwachs ist auch wichtig, denn nur mit einer breiten Basis an verfügbaren Endgeräten finden sich genügend Entwickler, die die dringend benötigten Apps im Windows Phone Store bereitstellen und damit die nötige Akzeptanz bei den Benutzern schaffen.
Der zweite wichtige Schritt ist die Einführung von Office Mobile für iPad & Co.

Hier schließt sich dann auch der Kreis in Richtung Enterprise Business. Mit der Bereitstellung von Office für iOS und Android akzeptiert Microsoft die aktuellen Machtverhältnisse im Smartphone und Tablet Umfeld.

Gleichzeitig profitiert man aber vom Zug der Zeit, Anwendungen nicht mehr lokal sondern als Clouddienst zu vermarkten. Allerdings zeigt sich hier noch die eine oder andere Lücke im Portfolio.

So gut die Integration von Apple Geräten auch vorangetrieben wird, die Unterstützung für das dominierende Android scheint irgendwie vernachlässigt.

Trotzdem, die gute Nachricht lautet: Microsoft ist wieder da. Die von Satya Nadella ausgegebene Richtung der Öffnung bringt neuen Schwung in den Markt der Mobilen Kommunikation, ohne die Enterprise Integration aus dem Auge zu verlieren.

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Ein Kommentar zu "Microsoft und die Mobile Zukunft":

  1. HaJo Schnetter schreibt:

    Zitat „die Unterstützung für das dominierende Android scheint irgendwie vernachlässigt“. Ja für mich ist es nicht nachvollziehbar, wie ein so großes Unternehmen „die Felle davon schwimmen sieht“. Abgesehen von Softmarker.de gibt es für Android kein vernünftiges Office-Paket für ein Smartphone, Phablet oder Tablet. Wenn „Über 90% der weltweit eingesetzten PC Betriebssysteme auf Microsoft basieren…“, dann ist es für mich nur folgerichtig, dass 90% der PC-User auch auf dem Smartphone, bzw. auf dem Tablet nach MS-Office ausschau halten.

    Da hat in den 90-ern schon ein sehr großes Computer-Unternehmen mit Namen DIGITAL EQUIPMENT die „Zeichen der Zeit“ verschlafen. Es hat in der 70-ern COMPUTER-Geschichte geschrieben, war in den 80-ern der 2. nach IBM und heute nicht mehr gesehen. Das hätte nicht sein müssen.

    Naja Sie zeigen doch noch einen Hoffnungsschimmer auf.

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