Mitels MiCloud jetzt auch in Deutschland verfügbar

Kommentieren Drucken

Wie alle renommierten Anbieter von VoIP und UCC Lösungen, so bahnt sich auch Mitel seinen Weg in die Cloud. Den Anfang haben dabei die Sprachdienste gemacht, die sich von einer Hardware basierten Lösung in Richtung Software und Virtualisierung entwickelt haben. Als nun aktuell letzten Schritt bietet Mitel seit dem Sommer 2016 in Deutschland mit MiCloud Business eine reine Cloud basierte Kommunikationsplattform an.

Dieses Produkt basiert dabei auf dem klassischen Mitel Portfolio der bestehenden VoIP und UC Lösungen, die aber nun über ein Partner Ecosystem als Cloudservice offeriert werden. Dabei ist die Lösung weltweit schon länger im Einsatz. Seit 2014 können Mitel Kunden den Cloud Service in Nordamerika nutzen, allein regulatorische Vorgaben haben eine frühere Markteinführung in Deutschland verhindert.

Die Infrastruktur der Cloud wird durch Mitel in einem Tier 3 Data Center (nach TIA-942) von Colt in Frankfurt am Main zur Verfügung gestellt und betrieben. Alle Services nutzen dabei die vCloud Technologie von VMware und sind komplett redundant aufgebaut.

Der Netzwerkzugang zum Datacenter kann über verschiedene Dienste bereitgestellt werden:

  • Öffentliches Internet
  • MPLS Service eines Carriers nach Kundenwunsch (Wholesale Network)
  • Direkter Glasfaseranschluss ans Kundennetzwerk (Dark Fiber)

Zurzeit bestehen direkte Peerings zur Deutschen Telekom, Colt und HFO.

Aus datenschutzrechtlichen Gründen ist Mitel aktuell gezwungen in allen Ländern, in denen die Cloud angeboten wird, eigene Infrastrukturen in lokalen Rechenzentren zu betreiben. Einerseits ist dies natürlich sehr kostenintensiv, anderseits bietet es Mitel die Möglichkeit, bei einer Angleichung des Datenschutzes zukünftig diese Infrastrukturen zu vernetzen und regionale oder globale Cluster zu realisieren.

Die Auslegung des Cloudangebotes orientiert dabei am SME Bereich, bedeutet es werden mit MiCloud Business Kunden in einer Größenordnung von 100 bis 2500 Benutzern angesprochen. Die verfügbaren Produkte innerhalb der Cloud sind:

  • MiVoice Business Call Control
  • MiVoice Border Gateway
  • MiCollab Unified Messaging
  • MiCollab Client für Desktop und Smartphone
  • MiCollab Audio, Web und Video Konferenzen
  • Vidyo Integration
  • MiContact Center
  • MiVoice Call Recording

Die Begrenzung auf 2.500 Benutzern ist von Mitel an dieser Stelle so gewollt, das zugrundeliegende Design der Infrastruktur würde auch bis zu 30.000 Benutzern verkraften.

Welche Dienste und Leistungsmerkmale der Kunde dann am Ende nutzen kann, ist wiederum abhängig vom gewählten Lizenzmodel. Dieses ist, wie bei allen anderen Mitbewerbern auch, beliebig komplex (siehe Bild 2)

Als besonderes Highlight ist zu vermerken, dass für MiCollab und MiTeam nun ein Client zur Verfügung steht, der aufgrund seiner WebRTC Basis, Betriebssystem und Gerätehersteller unabhängig ist.

Die dabei auftretende Browserfrage (Chrome oder Firefox) wird hier erfolgreich umschifft, indem Mitel für Windows 10, iOS, Blackberry und Android eine App zur Verfügung stellt, die eine native WebRTC Unterstützung auf Basis des HTML5 Frameworks einsetzt.

Fazit: Auch hier zeigt sich ein weiteres Mal, dass sich der VoIP und UC Markt in Richtung der Cloud bewegt und dass der Kunde bei einer solchen Entwicklung nicht auf seine dringend benötigten Leistungsmerkmale verzichten muss.

zugeordnete Kategorien: Cloud Computing, Endgeräte, UC
zugeordnete Tags:

Sie fanden diesen Beitrag interessant? Sie können



Anmerkungen, Fragen, Kommentare, Lob und Kritik:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

.