Drahtlose Mikrozellen und WLAN-Denkfehler

Teil 2 von 20 aus der Serie "Wireless World"

Intel, NEC, Texas Instruments und Wisair haben schon Mitte 2004 Funkverbindungen auf Basis von Universal Wideband mit Geräten verschiedener Hersteller demonstriert. Das hat sich unter verschiedenen Begriffen bis zum heutigen Tage kräftig weiterentwickelt und wer heute noch ein Kabel auf dem Schreibtisch hat, ist selbst schuld. WLANs hingegen unterliegen bis 802.11n einem schweren konzeptionellen Denkfehler, der für ihre Beurteilung im Umfeld der Corporate Networks wesentlich werden kann.

Es gab bei den drahtlosen Mikrozellen zwei Organisationen, die Multi-Band OFDM Alliance MBOA, in der eine Fraktion der UWB-Entwickler organisiert ist, sowie die Wireless USB Promoter Group, die eine Prototypen-Version des Wireless USB Stacks gestellt hat. Sie entwickelten Spezifikationen für drahtlose Highspeed-Verbindungen, die Desktop-PCs, Notebooks, Handhelds, Peripheriegeräte wie Festplatten sowie Geräte der Unterhaltungselektronik koppeln, etwa DVD-Player und HDTV-Fernseher.

Als Funktechnik für UWB soll gemäß den Vorstellungen der MultiBand OFDM Alliance OFDM dienen, wie der Name schon sagt. Treibende Kräfte der MBOA sind neben Intel die Unternehmen Alereon, Hewlett Packard, Philips, Nokia, Samsung, Staccato Communications, Sony, Texas Instruments und Wisair. Die WUSB Promoter Group haben Agere Systems, Microsoft sowie wiederum HP, Intel, NEC, Philips und Samsung im Februar diesen Jahres gegründet. Weitere Mitglieder sind Appairent Technologies, Alereon, Staccato Communications, STMicroelectronics, Texas Instruments und wiederum Wisair. Die Gruppe will unter anderem die aktuelle, kabelgebundene USB-Treiberarchitektur stützen und Bedienungskomfort sowie -philosophie in der kabellosen Technik Wireless USB umsetzen.

Wireless USB soll in der ersten Version im Nahfeld bis zu 480 Mbit/s befördern, also so schnell wie USB 2.0 übertragen; bis zu 100 Mbit/s kann man noch bei zehn Metern Entfernung erwarten. Die Spezifikation wurde unter der Bezeichnung IEEE 802.15.3a genormt.

Alle “funkenden” Arbeitsgruppen von IEEE arbeiten eng zusammen. Die UWB-Technik ist so ausgelegt, dass sie nicht mit Signalen nach IEEE 802.11, 802.16 und 802.20 oder anderen Funkdiensten wie WLL oder LDMS kollidieren sollte. 802.16 und 802.20 arbeiten weitgehend in regulierten Bändern, die nicht mit den unregulierten Bändern kollidieren. UWB arbeitet auf regulationsarmen Frequenzen außerhalb von 2,4 und 5 GHz. Damit werden Probleme mit 802.11 vermieden. Am Anfang gab es Probleme durch schlechte Sender/Empfängertechnik, wie das bei frühen Implementierungen von 802.11-WLANs auch immer der Fall war. Die Sendeleistung ist jedoch gering und andere Störprobleme wie Multipath Fading sollten wegen der geringen Distanzen keine Wirkung entfalten können.

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