NextPlane und IntelePeer/ Broadsoft präsentieren neue Lösungen

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Der Markt für Unternehmens-übergreifende UC kommt langsam aber stetig in Fahrt.
Da die etablierten Serviceprovider den Einstieg bei den UC-Föderationen verschlafen haben, wird die entstandene Lücke von neuen innovativen Herstellern besetzt.

Zwar gibt es seit Kurzem hier erste zaghafte Versuche, Kunden direkt über SIP zu verbinden, wie z.B. Verizon mit dem VIPER Service (end-to-end SIP Calling) oder auch Level3, aber bisher liegt der Focus der Netzbetreiber ganz klar auf dem Ausbau ihrer Mobilfunk-Angebote.

Aber auch ein Blick auf die Enterprise UC-Lösungen lässt einen erschaudern. Die angebotenen Möglichkeiten zur Zusammenarbeit beschränken sich aktuell auf den Austausch von Informationen auf XMPP Basis, also Präsenz und Text-Chat.

Dies ist aber nicht das, was die Kunden wünschen. In immer mehr Projekten wird eine tiefere Integration von Geschäftspartnern gefordert. Das heißt: Es werden Dienste wie HD-Audio und Video für Punkt-zu-Punkt wie auch für Konferenzen benötigt oder Systeme zur gemeinsamen Dokumentenbearbeitung.

Und hier kommen zwei neue, innovative Produkte ins Spiel.

Zum einen NextPlane, die mit ihrem Produkt im Bereich der UC-Föderationen aktiv sind.

Das Produkt „UC-Exchange“ funktioniert nach dem Prinzip, dass Firmen nicht mehr direkte B2B-Federation knüpfen müssen, sondern sie sich an einem Hub-and-Spoke-System angliedern (bei NextPlane Community genannt).

Dadurch können Unternehmen vermeiden, mit jedem einzelnen B2B Partner eine Federation zu betreiben, die je nach Integrationsgrad unterschiedliche Leistungsmerkmale bietet.

Dies reduziert erheblich die Komplexität im Betrieb solcher gekoppelter UC-Lösungen. Neben den in der Zeichnung abgebildeten Enterprise Systemen ist seit Kurzem auch Siemens mit seiner OpenScape Lösung hinzu gestoßen. Einen Überblick über die gebotenen Leistungen finden Sie unter http://nextplane.net/overview.html.

Eine weitere Lösung, diesmal zur übergreifenden Kommunikation zwischen Enterprise Systemen, haben IntelePeer und Broadsoft vorgestellt.

Um was geht es: Man versucht im Gegensatz zum ENUM Verzeichnis eine private Datenbank zu schaffen, in der nicht die Endteilnehmer sich registrieren, sondern in der die Telcos die von ihnen verwalteten e164 Rufnummern direkt eintragen können. Dieses Produkt, „SuperRegistry“ genannt, stammt von Broadsoft.

Und Broadsoft ist kein unbekannter im Markt der Telco Provider: Der Broadsoft BroadWorks Switch wird bei mehr als 500 Service-Provider in 61 Ländern auf der ganzen Welt eingesetzt, darunter 20 der weltweiten Top 25 Telcos.

Der Dienst konzentriert sich derzeit auf die Telefonie, mit der Option auf Video im späteren Verlauf. Auf jeden Fall erleichtert dies aber Ende-zu-Ende SIP und RTP-Sessions, und ermöglicht somit Breitband oder „HD“ Kommunikation, welches ein zwingender Bestandteil eines jeden Federation-Konzeptes ist.

Obwohl dieser Service für die Provider kostenlos ist, bleibt es aber ihnen überlassen, ob sie diese Routing Option in ihren BroadWorks Elementen konfigurieren.

Es bleibt also abzuwarten, ob unsere Service Provider diese Option nutzen werden. Es liegt jetzt bei Ihnen, machen Sie den Telcos klar, dass Sie diese Option wünschen.

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