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Veröffentlicht: August 2011 - 506 Seiten
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Autor:
Dr. Franz-Joachim Kauffels
Zum Inhalt
Die aktuell von allen Herstellern angekündigten neuen „Data Center Fabrics“ lösen anscheinend alle bekannten Probleme eines unternehmenseigenen RZ-Netzes:
Elegantes, zweistufiges Design für geringe Latenz
Hohe Redundanz und Ausfallsicherheit
Unterstützung von 10, 40 und 100 GbE
Konvergenz mit FCoE und iSCSI
Hohe Energie-Effizienz
Komfortable Anbindung von VMs
Einfaches, übersichtliches Management
Tatsächlich sind diese wunderbaren Präsentationen aber lediglich Tarnung für folgende unangenehme Falltüren:
Der wirkliche Durchbruch ist keine eigentliche Leistung der Hersteller,
sondern der Chiptechnologie.
Alle Hersteller machen ein proprietäres Virtual Chassis Konzept zum Kern
ihrer Strategie.
Die möglichen Standards für Strukturprotokolle auf dieser Ebene
(TRILL, PLSB, …) werden nur zögerlich oder gar nicht implementiert.
Nimmt man die Hersteller ins Gebet, geben sie offen zu, dass sie zwar
irgendwann diese Standards implementieren werden, die Leistung der Data Center
Fabric unter Einsatz dieser Standard-Implementierungen aber deutlich geringer sein
wird als mit dem proprietären Virtual Chassis
Alle reden von Konvergenz. Aber die Zahl echter Fabric Adapter, die diesen
Namen auch verdienen, ist extrem gering.
Die Hersteller möchten also die Corporate Kundschaft um die Kompatibilität bringen! Der Provider Bereich zeigt, dass es auch anders geht.
Die alten, hochstrukturierten RZ-Netze sind tot. Sie haben zu viele Komponenten, zu viele Stufen und sind dadurch insgesamt viel zu träge für die neuen Anforderungen an ein modernes Rechenzentrum. Sie verbrauchen zu viel Strom und sind wegen ihrer Komplexität viel zu aufwändig im Betrieb.
Die Frage ist allerdings: was tritt jetzt an ihre Stelle oder:
Sind die neu angekündigten Data Center Fabrics wirklich das, was die unternehmenseigenen Rechenzentren brauchen?
Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten, einfach schon deshalb, weil die Ausgangslage überall anders ist. Aus der Perspektive der Systemarchitektur kann man vereinfachend sagen, dass die Kommunikation im RZ von drei neuen Verkehrsströmen geprägt wird:
Kommunikation zwischen virtuellen Maschinen als Teil von verteilten (Web-) Architekturen
Systemkommunikation aus dem Umfeld der Virtualisierung
Verlagerung von DAS-Plattenspeicher hin zu Storage Area Networks
Diese Anforderungen ergeben sich unmittelbar aus dem Konzentrationsprozess, der in praktisch allen RZs bereits läuft.
In einem RZ entstehen durch neuartige Kommunikationsformen aus der Anwendungsebene und die durch die Virtualisierung bedingte Systemkommunikation NEUE Verkehrsströme erheblichen Umfangs, die durch eine Extrapolation bisheriger Verkehrsströme NICHT vorherbestimmt werden können.
Das bedeutet, dass die herkömmliche Methode der Erweiterung eines RZ-Netzes auf der Grundlage dessen, was über die bisherigen Anforderungen für die Kommunikation der älteren singulären Server im Rahmen der Anforderungen durch die Anwendungen bekannt war, nicht mehr zielführend ist.
Der neue Report „RZ-Netzwerk-Infrastruktur Redesign“ ist ein umfassendes Kompendium für die Technologien und Verfahren, die in einem modernen RZ-Netz zur Lösung der anstehenden Problemfelder benutzt werden können.
Zunächst werden alle aktuellen Einflussfaktoren (Virtualisierung, Konsolidierung, Notwendigkeit für private Clouds, Webarchitekturen, Integration neuer Speichertypen, …) den Lösungshilfen (10/40/100 GbE, Entwicklung der Chiptechnologie, konzentrierte Architekturen) gegenübergestellt.
Danach betrachten wir den aktuellen Stand der Alternativen für die Übertragungstechnik: 10/40/100 GbE, FC und IB. Durch die neuen Switch-ASICs wird Low Latency bei allen Neuinstallationen ab Ende 2011 Normalität.
Ein weiteres Kapitel behandelt die Möglichkeiten zur Konsolidierung detailliert. Auch die Implementierung der Konsolidierungsprotokolle wie FCoE oder DCB mittels integrierter Ko-Prozessoren enthebt uns nicht der Notwendigkeit, darüber nachzudenken, was diese Protokolle eigentlich machen. Allesamt verbessern sie das Ethernet hinsichtlich seiner Grundqualität. Aber wie genau?
Das vierte Kapitel dieses Reports stellt die VM-Kommunikation und die Anbindung neuer Speichersysteme in den Mittelpunkt. Und was heute im Server-Umfeld geschieht, wird als nächstes für die Speicher und schließlich für die Endgeräte vollzogen.
Weitere Themen betreffen die grundsätzliche Strukturierung. Diese haben nicht nur innerhalb des RZs hohe Bedeutung, sondern auch, wenn man über den Tellerrand hinausblickt.
Im letzten Kapitel des Reports laufen alle bislang diskutierten Aspekte zusammen. Die konventionelle vielstufige Strukturierung eines RZ-Netzes ist ein Auslaufmodell. Neue Möglichkeiten sind die Schaffung sog. Fat Trees, Virtual Chassis oder Scale-Out.
Alles in allem erhalten Sie mit diesem Report einen wirklich vollständigen Überblick über alle wesentlichen aktuellen Einflussfaktoren und assoziierte Technologien. Tröstlich ist, dass es für Netzwerk-Planer und Anwender letztlich auch an den Stellen, wo man es kaum vermutet, Entscheidungsfreiheit gibt.
Zusatzinformationen
Damit Sie die Studien auch Kollegen zugänglich machen oder sie auch auf einem System (Notebook oder Server) speichern können, gibt es die Druck-, Kopier- und Web-Server-Lizenz.
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