Shortest Path Bridging (SPB) in 14 Minuten

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Shortest Path Bridging (SPB) ist ein Layer 2 Verfahren, das für die Anforderungen moderner LANs und Rechenzentren entwickelt wurde. Es ersetzt nicht nur die klassischen Spanning-Tree-Verfahren, sondern eröffnet auch gänzlich neue Einsatzszenarien.

Dieses Video erklärt in sehr kurzer Form, was SPB ist und welche Vorteile es gegenüber den klassischen Verfahren hat. So gibt es Ihnen Hilfe bei der Entscheidung, ob Sie sich mit dem Thema befassen sollten oder nicht.

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Laufzeit: 14:20

Video: Shortest Path Bridging (SPB) in 14 Minuten

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5 Kommentare zu "Shortest Path Bridging (SPB) in 14 Minuten":

  1. Martin schreibt:

    Sehr geehrter Herr Behrens,

    mit Ihrem Video ist es Ihnen gelungen einen sehr guten Einblick in das Protokoll zu gewähren, vielen Dank dafür. Bezüglich der maximalen Anzahl an Rechnern (Nodes) in einem Vlan bzw. in einer Broadcast-Domäne hätte ich noch eine Frage.
    Mit Hilfe von Supernetting ist es möglich die Anzahl an Rechnern im Netzwerk zu erhöhen. Dies ist für mich wichtig, da ich den Einsatz von Routern vermeiden möchte.
    In RFC 6329 ist die Rede davon, dass SPBV sowie SPBM für 100 bzw. 1000 Nodes in einem Netzwerk designed ist.
    Hat diese relativ große Anzahl an Nodes in einem Lan im Bezug auf den Einsatz von SPB Auswirkungen auf die Performance?

    Vielen Dank.

  2. Roger Lapuh schreibt:

    Guten Tag Martin

    da Herr Behrens zur Zeit abwesend ist, möchte ich gerne Ihre Frage beantworten. Lassen Sie mich die Unterscheidung machen zwischen der Anzahl der Knoten in einem VLAN und der Anzahl der Knoten in einer Fabric (SPB Netzwerk).
    Zur Anzahl der Knoten in einem VLAN (Broadcast Domäne) empfehlen wir typischerweise bis zu 250 oder 500 Rechner zu nutzen. Schlussendlich hängt die Anzahl davon ab wieviel Broadcast die Rechner versenden. Natürlich kann man technisch auch auf 1000 oder 2000 Rechner pro Subnetz gehen, aber man sollte sich bewusst sein, falls ein Netzwerk Broadcast Sturm entsteht, werden alle 2000 Rechner betroffen sein in this VLAN.
    Nun zur SPB Fabric und der Anzahl Knoten. Die Anzahl Knoten in SPB hat nichts mit der Broadcast Domaine zu tun. Die Broadcasts werden nur zu den Knoten gesendet, die auch einen Service Access Punkt (VLAN port) im gleichen Service haben. Das heisst in einem SPB Netzwerk mit z.b. 1000 SPB Fabric Switches bei dem ein Service (ISID) nur auf 3 Knoten konfiguriert ist, wird den Broadcast nur an diese 3 Switches senden.
    Somit hat die Grösse des SPB Netzwerkes nichts mit der Performance im LAN zu tun.
    Freundliche Grüsse

  3. Stefanie schreibt:

    Hallo Herr Behrens,

    auch mir hat Ihr Vortrag sehr gut gefallen.
    Bei der Betrachtung des Videos habe ich mich gefragt, ob das SPB das STP auch außerhalb der Rechenzentren verdrängen wird?

    Bei SPB Netzwerken ist in der Literatur von Core- und Edge Switchen die Rede. Die Basisidee besteht darin, von jedem Edge Switch zu allen anderen Edge Switchen den kürzesten Pfad zu ermitteln. In Ihrer Beispieltopologie haben Sie dies auch gezeigt.
    Nun Frage ich mich, ob es möglich ist, dass ein Core Switch mit einem anderen Core Switch, unabhängig von den Edge Switchen, eine Punkt zu Punkt Verbindung bilden kann und diese Nutzdaten austauschen (Entsprechende Hardware für die Datenerzeugung direkt in den Switchen vorhanden)?

    Ist die Unterscheidung von Edge und Core Switchen allein auf die Anordnung der Switch zurück zu führen oder gibt es hierfür auch technologische Gründe?

    Auch fällt im Vergleich zum STP auf, dass ein gewisser Konfigurationsaufwand geleistet werden muss (ISID).

    Ich freue mich auf Ihre Antwort!

    Viele Grüße,

    Stefanie Meier

  4. Roger Lapuh schreibt:

    Guten Tag Frau Meier

    da Herr Behrens noch einige Zeit abwesend ist, möchte ich gerne Ihre Frage beantworten.
    Q: „Nun Frage ich mich, ob es möglich ist, dass ein Core Switch mit einem anderen Core Switch, unabhängig von den Edge Switchen, eine Punkt zu Punkt Verbindung bilden kann und diese Nutzdaten austauschen (..)?
    A: Ja, alle Switches in einer SPB Fabric kennen die ganze Topologie und können somit Shortest Paths zu allen anderen bilden. Ein Knoten wird „Core“ oder „BCB“ genannt, wenn er keine „User“ Interfaces hat, das heisst „nur“ Core Network Links aufweist. Ein BCB Switch wird aber zu einem „Edge“ Switch (BEB), sobald ein User Port konfiguriert wird. Typischerweise können BCBs auch als BEBs genutzt sein, das heisst beide Funktionalitäten sind parallel verfügbar.
    Die ISIDs erlauben eine komplette „Service View“, das heisst Network Connectivity Services, wie zum Beispiel VLANs oder VRFs, können am Network Edge auf eine ISID gemappt werden. Da man die ISIDs nur am Edge konfiguriert wo auch der Service verlangt ist, fällt die ganze VLAN Konfiguration im Netzwerk Core weg. Das heisst der Konfigurationsaufwand ist massiv kleiner verglichen mit einem STP Netzwerk, wo auf allen Links die VLANs konfiguriert werden müssen.

    Freundliche Grüsse

    Roger Lapuh (Avaya Product Line Management)

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