Technologiespagat zwischen TK und UCC

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Unternehmen, die aktuell eine Strategie- oder Kaufentscheidung treffen müssen, stehen mehreren Dilemmas gegenüber:

  1. In welchem Umfang sollen für den nächsten Lifecycle Investitionen in eine TK-Lösung getätigt werden?
  2. Welchen Mehrwert bringt eine Investition in UCC?
  3. Wie zukunftssicher ist eine UCC-Entscheidung, die heute getroffen wird?

Glaubt man etablierten Marktforschern wie IDC und Gartner, so bricht der Markt für Tischtelefone ein und wird in den nächsten 3 Jahren gnadenlos durch Mobiles ersetzt. Aber: Totgesagte leben länger: Glaubt man anderen Marktforschern (wie z.B. Forrester und MZA) so ist der Tischtelefonmarkt mit prognostizierten mehr als 7,5 Mio. Anschlüssen im Jahr 2017 mindestens für einen weiteren Lifecycle absolut relevant.

Von uns selbst durchgeführte Kunden- und Herstellerumfragen haben ergeben, dass im deutschen Markt aktuell kein massiver Einbruch bei Tischtelefonen festzustellen ist, gleichzeitig aber ein deutlicher Anstieg ergänzend beschaffter Mobilgeräte und Lizenzen erfolgt. Ist das Telefon das zielführende Endgerät für UC? Läuft der Markt auf eine Integration von Telefonen in Kombination mit Softclients in UC hinaus? Oder bringt der Durchbruch der Mobiles in den nächsten Jahren den Absturz des Telefonmarktes?

Hinsichtlich des UC/UCC-Markts sind sich aktuell alle Marktforscher einig: Wir erleben einen anhaltenden Boom. Aber wie sicher sind Investitionen in UCC (Unified Communications & Collaboration) wirklich? Werden UCaaS, simple browserbasierte Kommunikation mit WebRTC oder Kommunikation über Social Media und P2P-Dienste (z.B. Skype) den Enterprise-UCC-Markt aushöhlen? Zeichnet sich – trotz des momentanen Booms – am Horizont bereits eine massive Bedrohung für UC ab?

Teilweise tragen die aktuellen UCC-Lösungen selbst dazu bei:

  • Mangelhaftes Identitäts-Management: Unter welcher Identität und wie können Sie eine (beliebige) Zielperson erreichen? Woher wissen Sie, welchen Client die Zielperson nutzt über welche Kommunikationskanäle er erreichbar ist?
  • fehlende Client-Funktionen, nicht optimierte Bedien-Ergonomie,
  • fehlende B2B- und B2C-Funktionalität,
  • fehlende Integration mit Social Media.

Dazu kommt die spezielle Wettbewerbssituation zwischen Cisco, Google und Microsoft, die Kommunikation als Teil eines Gesamtpaketes aus allen verschiedenen Bereichen (inkl. Datendiensten und Social Media) vermarkten. Damit entsteht ein neues Verständnis von Kommunikation, das zeitgleich von dem Wechsel auf immer mehr mobile Endgeräte profitiert. Konträr hierzu steht das Angebot der Kommunikationsspezialisten, die weniger durch Integrationstiefe, sondern vorrangig durch Leistungsfähigkeit der Kommunikationslösung punkten. Hierdurch ergibt sich ein Gesamtbild, das auf eine fortschreitende Konsolidierung aber auch auf große technologische Umbrüche im UC-Markt hindeutet.

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