DualSIM Unterstützung, jetzt auch bei Apple

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In Deutschland unterstützen die Telekom und Vodafone die eSIM in Apples neuen Smartphones. Unterstützt werden dabei die Geräte des Jahres 2019 : iPhone XS, XS Max und iPhone XR. Aber auch die aktuellen iPad Pro Modelle bringen eine eSIM Support mit sich.

Erstmals bietet Apple in seinen aktuellen iPhone und iPad Modellen die Unterstützung mehrerer SIM-Karten an. Möglich macht dies die zusätzliche eSIM (embedded SIM) Unterstützung. In Deutschland sind die üblichen Anbieter an Board. So bietet (unter anderem) die Deutsche Telekom, Vodafone und O2 (Telefonica) eine entsprechende eSIM Möglichkeit. Kunden vieler Discounter Anbieter schauen jedoch ins Leere.

Bei der eSIM handelt es sich um eine fest verbaute Hardware, die sich durch das Einscannen eines QR-Codes oder durch die Eingabe eines Aktivierungscodes freischalten lässt (siehe Abbildung 1). Dies ermöglicht es, ohne das physikalische Wechseln einer Karte das iOS-Gerät in bis zu zwei Mobilfunknetzwerken parallel zu betreiben.

Eine eSIM darf jedoch nicht mit der Apple SIM (https://www.apple.com/de/ipad/cellular/) für das Nano-SIM-Kartenfach verwechselt werden. Vor allem ältere iPads können sich mit der Apple SIM zwischen verschiedenen teilnehmenden Mobilfunkanbietern entscheiden. Diese für wenige Euro im Apple Store – bei persönlichem Nachfragen – erhältliche physikalische SIM Karte ist zwar ebenfalls „programmierbar“, aber entspricht technologisch einem anderen Standard. Einige iPads haben die Apple SIM auch schon direkt eingebaut. Ebenso steht die Apple SIM nur auf iPads zur Verfügung. Im Onlinestore ist die Apple SIM im Übrigen nicht.

Die Einrichtung eines neuen Tarifs erfolgt dabei ähnlich wie bei der Apple Watch – komplett über die Software. Unterschiede gibt es jedoch (Stand November 2018) im Detail. Während der QR-Code bei der Telekom nur einmalig nutzbar ist, kann ein Vodafone-Kunde diesen mehrmals in verschiedenen Geräten hinterlegen (jedoch nur immer in einem aktiv verwenden).

Da eine eSIM mehrere Profile nutzen kann, können auch mehrere eSIMs unterschiedlicher Anbieter auf einem Gerät hinterlegt werden. Auch ein schneller Wechsel ist so kein Problem. So können Sie im Urlaub beispielsweise Ihre Geschäftsnummer deaktivieren und anstelle dieser einen lokalen Datentarif verwenden.

Beim Einrichten kann der iOS-Besitzer jedem Profil einen eigenen Namen geben und das Zusammenspiel von Daten und Sprachtelefonie definieren (siehe Bild 2).

Durch diverse App Anbieter wird die Flexibilität der eSIM zusätzlich erweitert. So existieren Anbieter, die diverse Telefonie und Datenpakete mit eigenen Tarifen per App anbieten. Dies erlaubt es Datenpakete für Nordamerika, Europa, Asien und andere Regionen spontan zu buchen und als eSIM zu verwenden. Der Gang in die lokalen Niederlassungen der jeweiligen Mobilfunkanbieter entfällt. Das iPhone gewinnt mit dieser Funktion enorm an Funktion und Flexibilität.

An dieser Stelle kommt einem häufig das Android System in den Sinn, das hier mit Flexibilität punkten will. Ein näherer Blick ist jedoch ernüchternd, denn bislang ist die Auswahl an Smartphones und Tablets, die die eSIM unterstützen, extrem übersichtlich. Apple hat dies zwar mit seinem iPhone XS, XS Max und XR sowie dem iPad Pro 2018 vorangetrieben, die Anbieter im Android Umfeld haben hier keine große Verbreitung. Selbst wenn ein Gerät gefunden wird, ist der Funktionsumfang meist um einiges eingeschränkter. Wirft man einen Blick beispielsweise auf das neue Pixel 3-Smartphone von Google, unterstützt dieses zwar die eSIM Technologie, allerdings nur eingeschränkt. Der Anwender muss sich hier aktiv zwischen der physikalischen SIM und der virtuellen eSIM entscheiden. Ein gleichzeitiges Nutzen ist (aktuell) nicht vorgesehen.

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